Germanist, lebt als Schriftsteller in Winterthur und Zürich.
BIBLIOGRAFIE
Prinzessin in Formalin, Roman. Schloßbesichtigungen, Erzählungen. Prozeßtage, Roman. Passionstage, Roman. Francos langes Sterben, Roman. Far East, Georg Seldams Deutschlandträume, Die Floraldollars, drei kleine Romane. So weit wie Casanova, Autobiographie. Kubaleks Kartone, ein Schelmenroman, Wolfbach Verlag. Die Ornithologen, ein Aperçu. Sonette an den Orkus, Gedichte. Dissonette, Gedichte, Wolfbach Verlag. Die Stadtwohnung, Roman, Nimrod.
SERGE EHRENSPERGER FARAONIS BILLIARDEN
eine Finanzsatire
Broschur, 64 Seiten
ISBN 978-3-905910-03-2
CHF 24.- Euro 16.-
Faraonis Billiarden spielen in Frankreich, vom Burgund über das Berry und Paris bis nach Arles. Das sprachspielerische Werklein handelt von einem Wertpapierhändler, der nichts im Kopf hat als seine Aktien. Er täuscht eine Familie vor, um sich Billardpartnerinnen vom Leib zu halten. Bald zeigen sich die Tücken dieses Betrugs, und Faraoni kommt in arge Bedrängnis. Neue Finanzkapriolen wenden das Blatt, bis Faraoni mittels einer eigenen Bank in Paris den Weltenbrand der Wirtschaft löscht.
Die Geschichte steht in der Tradition des literarischen Nonsense wie schon Serge Ehrenspergers Wiener Schelmenroman „Kubaleks Kartone“ (Wolfbach Verlag 1999), ist aber wieder von seiner erotischen Hausmarke geprägt. Einige Anspielungen auf sein forsches Auftreten muß sich Frankreichs Premier Nicolas Sarkozy gefallen lassen.
SERGE EHRENSPERGER
WIE BLÜTEN DIE SCHREIE DEN LÜFTEN WERFEN
Frühe Gedichte
128 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-9523334-2-6
CHF 34.- / EURO 21.-
Paris, Tübingen, Zürich 1956-61
Als Serge Ehrensperger 1957 nach einem Pariser Jahr von Zürich nach Tübingen aufbrach, um Philosophie zu studieren, erhielt seine Lyrik neue Anregungen. Ihr blieb jedoch in Deutschland eine Publikation versagt. Das mag daran liegen, daß diese Gedichte nicht die deutsche Vergangenheit als Thema haben, sondern von surrealen Intentionen geprägt sind. Einzelne veröffentlichten Max Rychner in der Zürcher „TAT“ und Arnold Kübler im „Du“.
“Bei mir begann alles mit Lyrik, und auch meine sprachspielerische Prosa ist von daher bestimmt”, erklärt Serge Ehrensperger. Und der Berner „Bund“ schrieb: „Dem Autor scheint das freie Spiel mit der Sprache angeboren zu sein.“
Nach Ehrenspergers später Rückkehr zur Lyrik mit den Sonetten an den Orkus von 2001 und den Dissonetten von 2004, die in einer neuen Sonettform zum Anfang des 21. Jahrhunderts “tief in die Misere der Kultur und Politik eingreifen“ (Michel Raus), folgen nun diese Jugendverse, deren Frische und Leichtigkeit in überraschender Sprachmelodie erklingt.
SERGE EHRENSPERGER DAS MESSER DER JAHRE
Erzählungen
Gebunden, 280 Seiten
ISBN 3-9523057-5-8
CHF 36.– Euro 24.–
Serge Ehrensperger zeigt in diesem Erzählband auf meisterliche Weise sein schriftstellerisches Können in der Vielfalt von Themen und Stilformen. Die Geschichten sind Zwischenstationen auf dem Weg zu seinen großen Romanen Prinzessin in Formalin und Francos langes Sterben, der Autobiographie So weit wie Casanova und den beiden Gedichtbänden Sonette an den Orkus und Dissonette. Sie reichen von seinem 35. bis zum 70. Altersjahr und folgen auf die Benziger-Broschur Schloßbesichtigungen mit Spanien-Erzählungen von 1974.
PAUL VERLAINE OEUVRES LIBRES / DIE 39 LETZTEN GEDICHTE
aus dem Französischen von Serge Ehrensperger
zweisprachig, Broschur 136 Seiten
ISBN 3-9523057-0-7
Fr. 34.– Euro 23.–
Als die erste Übersetzung seiner “Freien Werke” erschien, lasteten auch seine getreusten Anhänger dem französischen Dichter Paul Verlaine (l844-96) unerwartete charakterliche Mängel an. Sie wurde – wie das Original in Frankreich – sogleich beschlagnahmt. Auch der verlainebegeisterte Stefan Zweig sprach plötzlich von der unberechenbaren Persönlichkeit des Poeten der galanten bis anzüglichen Verse, der zudem als der bedeutendste katholische Dichter Frankreichs im 19.Jh. galt. Die “Freien Werke” gingen auch über die Vorstellung und Akzeptanz von Dr. Paul Englisch, dem liberalen Verfasser des Standardwerks “Die Geschichte der erotischen Literatur” von 1927, hinaus.Doch Thomas Mann trat l920 “nach Erschütterung” als Fürsprecher der “wüsten Bilder in anmutiger Form” auf und argumentierte, das Gebiet des Sittlichen umfasse auch das des Unsittlichen. Und Kurt Tucholsky ironisierte l922 das Reichsgericht Hannover, das an einer verhängten Geldstrafe von 500 Mark für ihre Publikation festhielt.
Die heutige Zeit scheint reif für dieses Meisterwerk von Pornographie und Menschlichkeit, das hier in einer neuen Übersetzung von Serge Ehrensperger wieder vorliegt.
SERGE EHRENSPERGER DISSONETTE
Gedichte
Gebunden, 128 Seiten
ISBN 3-95 22831-4-2
Fr. 34.- Euro 23.-
Die neuen Gedichte aus dem Orkus der Gegenwart, die im zweiten Sonettband von Serge Ehrensperger erscheinen, heissen Dissonette. Wieder sprengt eine zusätzliche Zeile das traditionelle Sonett, und der Reim wird durch Wort- und Begriffswindungen ersetzt. Assonanzen und Dissonanzen stehen der heutigen Auflösung kultureller Regeln und Formen konsterniert entgegen und nehmen sie auf durch ihre neuartige und zeittypische Sprachmusik. Die letzten Jahre, von der privaten Idylle bis zum verspiegelten Weltereignis erklingen darin, rückwärts aufgereiht über das Ultimatum an den Irak bis zum geklonten Schaf Dolly.
SERGE EHRENSPERGER KUBALEKS KARTONE
Ein Schelmenroman
Broschur, 102 Seiten
ISBN 3-95 20831-9-4
Fr. 28.- Euro 19.-
Serge Ehrensperger, ein extremer Sprachkünstler, legt mit «Kubaleks Kartone» sein wohl skurrilstes Buch vor:
Unter verhängnisvollem therapeutischem Einfluß kommt der Wiener Kartonhändler Kubalek um Geschäft und Familie und steht schließlich unschuldig wegen mehrfachen Mordes vor Gericht. Sein Prozeß bewegt die ganze Donaustadt hin und her. Die Verhandlungen drohen sich in juristischen Spitzfindigkeiten zu verlieren, bis Kubalek knapp dem Verhängnis entrinnt. Stilistische Turbulenz und sprachliche Kapriolen mit melancholischen Untertönen machen letztlich den Sinn und Unsinn dieser überbordenden Geschichte aus.
PRESSE
Eine geballte Ladung Literatur... Eine phantasmagorische Prosaodyssee, die Richtung Osten mäandert... aus einer Aberzahl hochinspirierter Flausen... eine Eulenspiegelei nach dem Esprit des austriazistisch-phantastischen Realismus...H.C. Artmann hätte seinen heidnischen Spaß daran...Michael Raus






