ERICH SCHMID (HERAUSGEBER) ABSCHIED VON SURAVA
Eine Dokumentation über den streitbaren Journalisten Peter Surava
Mit der Dialogfassung des Films von Erich Schmid ER NANNTE SICH SURAVA
Broschur, 256 Seiten
ISBN 3-95 20831-4-3
Fr. 32.– Euro 21.–
Beiträge von
PETER SURAVA, ERICH SCHMID, SIGI FEIGEL, HELMUT HUBACHER, ALFRED A. HÄSLER, FLAVIO COTTI, RICHARD DINDO, RUTH DREIFUSS, JOSEF ESTERMANN, OSKAR RECK, MAX BÄCHLIN, WERNER KRAMER, MANFRED SCHLAPP, ROBERT STEINEMANN, OTMAR HERSCHE, PAUL ILG, ULRICH CREMER, PETER KAMBER, J.J. VAUCHER, VERENA BARANDUN, PRISKA KETTERER, HANNY FRIES, MARIANNE BLOCH.
Peter Surava, ein unerbittlicher Kämpfer gegen die Nazis und für eine journalistische Wahrheit in der Schweizer Presse während des Zweiten Weltkrieges, wurde von offiziellen politischen Stellen verfemt, vernichtet und praktisch mit Berufsverbot belegt. Er tauchte unter und schrieb 45 Jahre lang unter Pseudonym. 1995, fünfzig Jahre nach dem Krieg wurde er plötzlich zum Symbol des geistigen Widerstands, nachdem ihn die Öffentlichkeit jahrzehnte totgeschwiegen hatte. Doch seine Rehabilitierung, die erst mit der Verfilmung seiner Biografie eingetreten war, konnte er nur noch einige Wochen erleben. Surava starb am 22. November 1995 im Alter von 83 Jahren.
Dieses Buch nimmt Abschied von Surava, um ihn gleichsam in Erinnerung zu rufen. Surava kämpfte dort, wo die Schweiz am stärksten ins Kriegsgeschehen verwickelt war: im Nerven- und Propagandakrieg. Und ausgerechnet auf diesem einzigen Kriegsschauplatz hatte die Schweiz mit ihrem sonderbaren Neutralitätsverständnis versagt. Dies zeigt die Biografie von Peter Surava, der von 1941 bis 1945 Chefredaktor der legendären Wochenzeitung «Die Nation» gewesen war, mit aller Deutlichkeit.
«Der erschütternde Lebensbericht von und über Peter Surava macht jedem von uns klar, dass es in der Schweiz über Jahrzehnte mehr oder weniger offen Rassismus gab, Rassismus als Anschlag auf die fundamentalen Menschenrechte in einem sich als zutiefst demokratisch verstehenden Staatswesen.» Flavio Cotti
Suravas Lebensgeschichte schreibt jüngste Schweizergeschichte zu Antisemitismus, Pressezensur, Neutralität, Flüchtlingspolitik, Rassismus von Behörden, Staatsschutz und Fichen, Kalter Krieg, Justiz.

