PETER KREBS

geb.1953. Arbeitet seit dem Studium an der Universität Freiburg als Journalist und Redaktor. Zuerst war er im Tagesjournalismus engagiert. Seit 1998 leitet er das Magazin Via, das Kundenmagazin des öffentlichen Verkehrs. Peter Krebs hat sich in dieser Zeit als Verkehrs- und Reisejournalist einen Namen gemacht. „Die Nachtfrau“ ist seine zweite literarische Buchpublikation. Im Jahr 2003 erschien im Wolfbach Verlag sein Erzählband "Verlangenthal".
Für die Erzählung «Vom Unterland» hat Peter Krebs 1997 den Berner Oberländer Literaturpreis erhalten.

 

PETER KREBS  DIE NACHTFRAU
Kriminalgeschichten 
Gebunden, 120 Seiten
ISBN 978-3-905910-00-1
CHF 34.- EUR 23.-

Wer die Schweiz und ihre Berge nur als Land von Heidi und von Geissenpeter kennt, darf sich eines Anderen belehren lassen. In seinen Kriminalgeschichten beschreibt Peter Krebs ein nicht mehr ganz so heiles Alpenland, wo sich Abgründe und Risse auftun – im wahrsten Sinn des Wortes. Er ortet in den Schweizer Bergen überraschende kriminelle Energien. Da wird das Matterhorn zum Schauplatz für einen tödlichen Zweikampf zwischen verbissenen Rivalen, die von ihrer Angebeteten losgeschickt werden. Ein Gletscher gibt nach Jahrzehnten eine Leiche frei, die die falsche Idylle in einem Einfamilienhaus zerreist, und im Shopping Center wird aus Gründen des Marketings gleichzeitig geheiratet und gemordet. Peter Krebs erzählt in knapper Form von Durchtriebenheit, von Rache, Selbstsucht und von der Einsamkeit der Täter, die am Ende oft als Opfer dastehen. Nicht alle werden gefasst. Die Geschichten sind amüsant, traurig und manchmal höchst ungerecht. 

Der Autor schafft in seinen Kriminalgeschichten den Spannungsbogen mit viel Rafinesse und Phantasie, aber auch mit jenem Augenzwinkern, das ihn so unverwechselbar macht.

PETER KREBS  VERLANGENTHAL
Erzählungen
Gebunden, 144 Seiten
ISBN 3-95 22831-3-4
Fr. 34.- Euro 23.-

Der Firmenchef, der in einem russischen Geisterbahnhof strandet und dort zum überzeugten Kommunisten mutiert; die Emmentalerin, die den verlorenen Ehemann vom Fundbüro zurückerhält; die Grossfamilie mit Hund, die einen Schrank im Möbelhaus kauft und die einzelnen Teile anschliessend mit der Bahn nach Hause bringt – das sind nur wenige Beispiele aus einer Fülle witzig-melancholischer Geschichten aus diesem Buch.
Krebs schreibt phantastische Geschichten. Sie scheinen mitten aus dem Leben gegriffen, zuweilen mit glücklichem Ausgang. Aber manchmal gibt sich der Zweifler zu erkennen mit Nachdenklichem, mit Hinterfragungen. Wenn das Paradies nicht von nationalem Interesse ist, wenn ein Dorf nicht mehr ein Dorf genannt werden kann, wenn der Fahrgast zum Konsumenten wird, dann geraten Bahnhöfe, Züge, und andere Orte zur Bühne für Alltägliches und Schräges zwischen Spiel und Wirklichkeit. Einige der Erzählungen hat der Autor bereits in der Bahnzeitschrift VIA veröffentlicht. Zusammen mit neuen heiter-nachdenklichen Geschichten entstand eine kurzweilig zu lesende Sammlung skurriler Texte mit viel feiner Ironie und Humor.