geb. 1964, studierte Germanistik, Anglistik und Literaturkritik an der Universität Zürich. Während 13 Jahren unterrichtete er am Gymnasium Deutsch und Englisch im Teilamt. Mehrere unbesoldete Urlaubsemester nutzte er für längere Schreibaufenthalte unter anderem in London, Paris, Berlin, Lissabon. Seit September 2003 ist Neeser Leiter des Aargauer Literatur- und Sprachhauses “Müllerhaus” in Lenzburg. Er lebt in Aarau.
Mitglied von Autor/innen der Schweiz (AdS) und des Deutschschweizerischen PEN-Zentrums.
Auszeichnungen: Förderpreis des Aargauer Kuratoriums, 1991 und 1992. Werkjahr des Aargauer Kuratoriums, 1998. Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb: Stipendium für den 3. Klagenfurter Literaturkurs, 1999. Aufenthaltsstipendium Berlin (6 Monate) vom Aargauer Kuratorium, 2001. Lyrikpreis Meran 2004 (Finalist).
BIBLIOGRAPHIE
Abschied und Erinnerung, 35 Gedichte. Schattensprünge, Roman, Pendo, 1995. Treibholz, Gedichte, Pendo Verlag, Zürich 1997 und Wolfbach Verlag, Zürich 2004. Wortferner, hautnah daheim, Gedichte und lyrische Prosa, Audio-CD, Arsmedia, Schöftland 1999. Schweres Blut, Theaterstück, Reithalle Aarau, Regie Heinz Schmid, Uraufführung 2002. Tote Winkel, Erzählungen, Wolfbach Verlag, Zürich 2003. Geträumt hab ich jede Nacht von dir, Kammeroper nach einem Stoff von Paul Haller, Musik Michael Schneider, 2003. Gras wächst nach innen, Gedichte, Wolfbach, 2004.
AUDIO EDITION
ANDREAS NEESER UND MARTIN MERKER GRENZLAND EIN KLANGBUCH
Texte und Stimme Andreas Neeser
Kompositionen Martin Merker und Meinrad Schütter
Violoncello Martin Merker
Buch Hardcover-Einband im Format einer CD-Hülle, 48 Seiten
mit 12 Fotomontagen von Jean-Marc Seiler
mit CD, Gesamtspielzeit 62 Min.
ISBN 3-952 3057-4-X
CHF 39.– Euro 26.–
In ihrem ersten gemeinsamen Werk gelingt es dem Cellisten Martin Merker und dem Schriftsteller Andreas Neeser, die Grenzen von Musik und Sprache auszuweiten, zueinander hin, und einen klangsprachlichen Raum von eindrücklicher Dimension zu öffnen. Mit «Grenzland» wagen Neeser und Merker den Versuch der Verschränkung von literarischen Texten und musikalischen Kompositionen. Ohne je ihre Eingeständigkeit und Unverwechselbarkeit zu verlieren, führen Stimme und Violoncello einen gleichberechtigten Dialog, der assoziationsreich eine organische, bild- und ausdrucksstarke Klangwelt skizziert. Und immer entsteht dabei eine faszinierende neue Klangwelt an den Rändern von Wort und Ton.
«Grenzland» bietet ein intensives Hörerlebnis mit langem Nachhall, dem das ständige wechselseitige Auslöschen und Neusetzen von Übergängen im Grenzgebiet zwischen Literatur und Musik zugrunde liegt.
ANDREAS NEESER DIE SONNE IST EIN NASSER HUND
Miniaturen mit Bildern von Annemarie Laner
Gebunden, 96 Seiten
ISBN 3-9523057-2-3
Fr. 34.– Euro 23.–
Was steckt hinter den Wörtern, was liegt dazwischen, und wo? – Den Kürzestgeschichten, Gedichten und Notaten, die Andreas Neeser im Band «Die Sonne ist ein nasser Hund» versammelt, sind diese Fragen eingeschrieben. Mit den einfachen Wörtern, den knappen Sätzen, den verdichteten Zeilen gelingt es dem Autor in einer Vielschichtigkeit,die nicht zuletzt im Ausgesparten zum Vorschein kommt, Assoziationsräume zu öffnen. Es zeigen sich Sprach- und Denkbilder, die den Leser überraschen, zuweilen überrumpeln, Irritationen schaffen ganz ohne Effekthascherei, immer aber poetisch.
Andreas Neeser bannt den subjektiven Blick, hebt das Geschaute auf in einer Form, die dem lesenden Gegenüber einladend die Hand reicht, da und dort mit einem Augenzwinkern.
Denn vor den Wörtern ist nach den Wörtern; dazwischen, dahinter ist die Sonne – und auch der nasse Hund.
„Alles Sagen tut weh. Aber alles Nichtsagen noch mehr. Davon sprechen Andreas Neesers Texte. Darin fühle ich mich ihnen verwandt.“
Jürg Amann
ANDREAS NEESER GRAS WÄCHST NACH INNEN
Gedichte mit Bildern von Hugo Suter
Gebunden, 112 Seiten
ISBN 3-95 22831-7-7
Fr. 34.– Euro 23.–
In «Gras wächst nach innen» legt Andreas Neeser neue Gedichte vor. Mit dem Blick dessen, der hinter die Dinge sieht, und einem offenen Ohr auch für die leisesten Töne, gelingen ihm in seinem zweiten Gedichtband Texte von luzider Bildhaftigkeit.
Andreas Neeser spielt in seiner unverwechselbaren Klangsprache auf den feinen Saiten und erschafft weite Resonanzräume für die Mehrdeutigkeiten des Gesagten. Ob in Paris oder Lissabon, an der bretonischen Küste oder in Berlin, in Meran oder im heimischen Alltag – immer zielt er als Schauender über die eigene Innerlichkeit hinaus, “hinein in den offenen Ton”.
PRESSE
“Neeser treibt sein konzentriertes Spiel mit den feinen Kräuselungen in der Sprache. Er ist ein Mann der leisen Zwischentöne.”
Basler Zeitung
“Gedichte von Andreas Neeser zu lesen, ist vergleichbar mit dem Schälen von Artischocken. Im Unterschied zum Schälen von Zwiebeln hält man am Schluss nicht lauter Schalen, sondern ein Herz in der Hand.”
Christine Schulthess, Schweizer Radio DRS I
“Neeser, viel gereist, befragt in platonischer Manier den Reflex, den die gesehenen Landschaften in ihm selbst erzeugen. Wort um Wort, Bild um Bild, Schicht um Schicht, Zeile um Zeile baut er seine knappen Poesiegebilde – befragt Gleichklänge und Doppelsinne.”
ANDREAS NEESER TREIBHOLZ
Gedichte, Neuausgabe mit einem Vorwort von Markus Bundi
Broschur, 88 Seiten
ISBN 3-95 22831-6-9
Fr. 24.– Euro 16.–
Andreas Neesers erster, seit langem vergriffener Gedichtband ist vom Wolfbach Verlag neu aufgelegt worden. (Erstausgabe: Pendo Verlag, Zürich 1997). Gedichte im Grenzgebiet. Eindringliche Bilder – Treibholz –, angeschwemmt aus den weiten Gewässern zwischen Leben und Tod. Die in diesem Band versammelten 48 Gedichte reden vordergründig vom Verlust eines Menschen. Eine Auseinandersetzung mit den letzten Dingen. Letztlich allerdings – und das macht diese stillen Gedichte über den Tod noch wertvoller – eröffnet «Treibholz» andere, neue Perspektiven auf das Leben.
PRESSE
Das sind zweifellos Chiffren und Zeichen, die in grosser Distanz stehen zu den wohlfeilen Worthülsen einer vorherrschenden Oberflächlichkeit.
Der Landbote
Neesers Gedichtzyklus über Tod und Abschied wirkt eindringlich. Die Gedichte haben ihre Qualität in ihrer eigenständigen Reinszenierung von Figuren der Trauer.
Tages-Anzeiger
Schon die ersten Zeilen dieses Gedichtbandes verraten die hohe Qualität, sie sind von bezwingender Schlichtheit und offenbaren einen Tiefblick, dem jede Oberflächlichkeit fremd ist.
Der Bund
ANDREAS NEESER TOTE WINKEL
Erzählungen
Gebunden, 112 Seiten
ISBN 3-95 22831-2-6
Fr. 34.– Euro 23.–
Das Personal in Andreas Neesers drittem Buch bewegt sich nicht nur gesellschaftlich gefährlich nah am Rand. Der Autor schaut dorthin, wo es nichts zu sehen gibt. Mit dem präzisen Blick für das Verborgene schafft er bildstarke Erzählwelten und öffnet Erlebnisräume zwischen Wirklichkeit und Imagination.
PRESSE
Schattenspiele des Lebens also. Andreas Neeser lichtet sie aus in den toten Winkeln. Manchmal sind sie geheimnisvoll hintergründig, manchmal absurd und zerbrechlich. Und eine grosse Qualität der Literatur haben sie: Sie lassen uns nicht so leicht los.
Aargauer Zeitung
Eine Perle der Schweizer Frühjahrsproduktion und einer jener Geheimtipps für literarisch interessierte Leser auf der Suche nach dem Besonderen. Uneingeschränkt empfohlen.
Schweizerischer Bibliotheksservice





